Neues HLF 10/6 für die FFW Rettenbach

Es war ein historischer Tag für die Feuerwehr Rettenbach. Am 17.11.08 machte sich eine siebenköpfige Abordnung der Feuerwehr Rettenbach auf eine zweitägige Reise nach Weisweil zum IVECO MAGIRUS-Werk. Das neue Löschgruppenfahrzeug HLF 10/6 stand zur Auslieferung bereit. Bevor es ausgeliefert wurde, gab es von einem Werkstechniker eine Einweisung in das neue Fahrzeug. Dabei wurden die technischen Einrichtungen im Führerhaus des Fahrzeuges, die Beladung im Aufbau und die Pumpe erklärt. Um den Pumpennassbetrieb der eingebauten Feuerwehrkreiselpumpe zu testen, wurde das Fahrzeug an den Pumpenprüfstand gefahren.

Die im Fahrzeug eingebaute leistungsoptimierte Feuerlöschkreiselpumpe fördert 2000 l/min bei 10 bar Wasserdruck. Die Steuerung sämtlicher Funktionen im Pumpenbedienstand bzw. der Funktionen im Aufbau und im Fahrerhaus erfolgt über CAN-Bus mittels der HMI (Human Machine Interface) Bedieneinheit.

Des Weiteren besitzt das HLF einen Löschwassertank mit 1600 Liter Inhalt, der jedoch aus Gewichtsgründen (12 Tonnen zGM) nur mit 1100 Liter Löschwasser befüllt ist. Ein fest integrierter Schaummitteltank mit 120 l Fassungsvermögen gehört ebenfalls zur Fahrzeugausstattung.

Der AluFire 3 Aufbau wird seit Anfang des Jahres gebaut und ist eine Weiterentwicklung der Fa. IVECO-MAGIRUS. Der dreiteilige Aufbau zählt derzeit zu den modernsten Produktentwicklungen im Bereich der Aufbauhersteller.

Neben dem Technischen-Hilfeleistungs-Satz ist auch ein pneumatischer Lichtmast mit vier Xenon-Hochleistungsscheinwerfern sowie zwei 1000 Watt Halogenstrahler eingebaut. Die Scheinwerfer in Xenon-Technik sind über die Kfz-Spannung bedienbar, sodass der vorhandene 5 KVA - Stromerzeuger anderweitig einsetzbar bleibt.

Das mit 7,30 Meter Länge zählende Hilfeleistungsfahrzeug entspricht der seit Oktober letzten Jahres geltende DIN 14530 Teil 5 und ist damit das erste HLF 10/6 im Landkreis Cham. Dieses modern ausgestattete Löschfahrzeug, bietet die Möglichkeit sämtliche Einsatzabläufe zu optimieren, den immer häufigeren technischen Einsätzen auf der Straße wirksam entgegentreten zu können und aufgrund der Arbeitsplatzsituation auf die relativ geringe Tageseinsatzbereitschaft zu reagieren.

 Das rund 200.000 € teuere HLF 10/6 wird voraussichtlich am 01. Dezember offiziell in den Dienst gestellt.

 

Rohbau-Abnahme erfolgreich abgeschlossen

„Früh aufstehen“ hieß am 21.10.08 für vier Feuerwehrkameraden der Feuerwehr Rettenbach.

Um 03.00 Uhr machten wir uns auf den Weg zur Firma IVECO. Mit dabei waren ca. 1400 kg feuerwehrtechnische Beladung die in das 476 km entfernte Weisweil verbracht werden musste. Dankenswerterweise stellte die Fa. Weber Tiefbau (Siegenstein) ein geeignetes Zugfahrzeug sowie die Schreinerei Alois Ederer (Rettenbach) den passenden Anhänger für den Transport kostenlos zur Verfügung.

Nachdem das Team im Breisgau angekommen war, wurde zusammen mit den Mitarbeitern der Fa. IVECO die Beladung in die entsprechenden Halterungen verlastet. In den nächsten Tagen werden die noch zu ändernden Geräteaufnahmen abgeändert bzw. modifiziert. Bis auf ein paar Kleinigkeiten konnte das Abnahmeteam keine gravierenden Mängel feststellen. Dies war auch keine Überraschung, da das Löschfahrzeug bereits der externen Überprüfung (TÜV-Abnahme) vergangene Woche vorgestellt wurde. Selbst für den zuständigen Sachbearbeiter Hr. Eccardt - der uns wiederum hervorragend betreute - kam die Länder-Abnahme überraschend, da das Fahrzeug noch gar nicht von der internen Kontrolle gecheckt wurde.

Das HLF 10/6 der Rettenbacher Wehr überholte, auch durch den überraschenden vorgezogenen Produktionstermin, einige vor unserem Fahrzeug zur Auslieferung anstehende Löschfahrzeuge anderer Feuerwehren. Die Auslieferung ist Mitte November geplant.

Gegen 16.00 Uhr konnte mit gutem Gewissen die Heimreise angetreten werden. Nach Ankunft in Rettenbach wurde noch der mitgenommene THL-Satz bzw. der Stromerzeuger auf unser Tanklöschfahrzeug verlastet und somit war die Feuerwehr Rettenbach um 23.00 Uhr wieder einsatzbereit.

  

Erste Woche geschafft

 

Nach einer Woche in der Produktionshalle nimmt unser Fahrzeug langsam –aber sicher- Konturen an. Herr de Vigneux von der Firma Brunnbauer hat uns dankenswerter Weise diese Fotos zur Verfügung gestellt. Die Firma IVECO ist derzeit dabei die Halterungen für die feuerwehrtechnische Beladung einzupassen.

 

Die Rohbauabnahme ist in der 43. Kw. geplant. Derzeit sind die Mitglieder der FFW Rettenbach dabei die Beladung für den Transport zu verpacken. Diese wird dann am Tage der Rohbaubesprechung nach Weisweil verbracht.

 

 

 

  

Erster Produktionstag


 

Die Firma IVECO hat am 22. September mit dem Aufbau unseres LF 10/6 begonnen. Dies kam für die Führungskräfte der FF Rettenbach sehr überraschend. Noch 5 Tage zuvor teilte der zuständige Sachbearbeiter Hr. Eccardt unseren Kommandanten mit, dass sich aufgrund von Produktionsverzug die Fertigung bis November hinauszögern könnte. Der Produktionsplan der Fa. IVECO wurde am 22. September nochmals überprüft. Durch eine freie Fertigungskapazität und der Tatsache, dass der Beladeplan genehmigt vorliegt wurde das LF 10/6 der Rettenbacher Wehr zur Produktion freigegeben. Nun steht das Fahrgestell zur Fertigung des Aufbaus, der diese Woche noch auf das Fahrgestell gesetzt wird, in der Produktionshalle der Fa. IVECO.

Hr. Eccardt hat dankenswerter Weise gleich noch den Fertigungstand des ersten Produktionstages im Bild festgehalten und der Feuerwehr Rettenbach zur Verfügung gestellt. Die Rohbauabnahme ist in ca. drei Wochen geplant.

  

Beladung eingetroffen

Am Dienstag den 02. September 2008 wurde durch vier Mitglieder der FFW Rettenbach die Beladung für unser neues LF 10/6 abgeholt. Den Zuschlag für das LOS 3 der Ausschreibung erhielt damals die Firma Furtner und Ammer. Die Zusammenarbeit mit der Firma aus Landau verlief während der Beschaffung sehr positiv.

Noch am gleichen Tag wurde durch die Kommandanten und Gerätewarte die Beladung auf Funktion überprüft und vorübergehend in das Gerätehaus eingelagert. Bis zur Auslieferung des LF 10/6 im November  wird die Zeit für die Ausbildung an den neuen Gerätschaften (Hohlstrahlrohre, Überdruckbelüfter usw.) genutzt.  

  

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